Noé: Zeitungshoroskope sind nur Unterhaltung

Nur für´s Protokoll:

Zur Aussagekraft von Horoskopen in Zeitungen sagte Winfried Noé, Astrologe, in der Sendung Menschen bei Maischberger, 22. August 2006, 22:45 Uhr, Thema: Esoterik, Lebenshilfe oder Psychofalle:
"Zeitungshoroskope sind Unterhaltung."
Winfried Noé wird als Deutschlands bekanntester Astrologe gepriesen. Unter anderem äußert er sich auch immer wieder in Deutschlands großem Boulevardblatt BILD. (Wahrscheinlich aber auch auf allen anderen Boulevards.)

Die Frage, die Sandra Maischberger stellte, war: "Was sagen, Sie zu Horoskopen am Telefon oder in der Zeitung?" Zuvor hatte es einen Beitrag über Horoskop-Telefondienste gegeben, in dem der Fall eines Musikproduzenten geschildert wurde, der Tausende Euro dafür zum Fenster hinausgeworfen hatte.

Noé druckste zunächst etwas herum, da sein Foto regelmäßig das Zeitungshoroskop einer großen deutschen Zeitung ziert. Sinngemäß meinte er zunächst: "Ich bin da in einem gewissen Konflikt."

Maischberger: "Ja, ich weiß." (oder war´s "Ja, das sehe ich."?)

Schließlich lässt er sich zu obigem Zitat hinreißen, mit dem Verweis darauf, wie Zeitungshoroskope enstanden sein sollen:

Gedächtnisprotokoll
Eine Frau wollte vor rund hundert Jahren (?) wissen, ob sie auf der Überfahrt von Amerika nach Europa gefahrlos heiraten könne. Sie ging zu einer Astrologin, die ihre bescheinigte, dass alles in Ordnung ginge.

Die Kundin bezahlte die Astrologin sehr gut, worauf hin diese die Daten noch etwas tiefer gehend analysierte. Dabei entdeckte sie, dass es tatsächlich gar nicht so gut bestellt sein wird um die Hochzeit auf dem Schiff.

Weil ihre Kundin aber schon unterwegs weg war (aber noch nicht auf dem Schiff?), entschloss sich die Astrologin zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie setzte eine große Annonce in die Zeitung, mit dem Hinweis, die Frau, die auf dem Schiff heiraten wolle, solle dies auf keinen Fall tun.

Der Herausgeber oder Chefredakteur der Zeitung sah das und erkannte das Potenzial des Ganzen. Er beauftragte die Astrologin, Analysen für alle seine LeserInnen zu erstellen. Das Zeitungshoroskop war entstanden.
So sagt es zumindest Winfried Noé.

Er sagte übrigens auch in der Seendung: "Die Zukunft kann man nicht vorhersagen."

Berechtigte Gegenfrage Maischbergers: "Aber warum tun Sie es denn dann die ganze Zeit?"

Leider gab es keine wirkliche Antwort von Deutschlands Chefastrologen.

Er steht sowieso mehr auf Persönlichkeitsbeschreibung anhand der Sterne. Uns fällt dazu nur das hier ein.

Zusatz:
Uns interessiert in dem Zusammenhang, was Astrologen, die ja auch viel mit den Planeten arbeiten (Planetenstellungen, Aszendenten, Häuser etc.) eigentlich zu dieser ganzen Diskussion um die Definition eines Planeten sagen.

Betrifft sie das nicht auch irgendwie, wenn es statt neun plötzlich zwölf Planeten in unserem Sonnensystem gibt?

ZusatzNachtrag:
... und da waren es statt zwölf nur noch acht Planeten.
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