Wahlforschungsunschärferelation
Uns erinnert das Desaster der Meinungsforschungsinstitute bei der Bundestagswahl und der Wahl davor ein wenig an Heisenbergs Unschärferelation? Sie nicht auch?
Der Hinweis, dass man ein zu beobachtendes Teilchen durch die Beobachtung verändert, und deshalb nie seine wahre Natur bestimmen kann, beschreibt doch irgendwie auch das Problem der Demoskopen vor der Wahl.
Wie viele Wähler haben ihre Entscheidung am 18. September wohl von den Ergebnissen der voran gegangenen Wahlumfragen abhängig gemacht? In Berichten in Funk und Fernsehen hörten wir in den letzten Tagen zumindest immer wieder von Wählern, die taktisch gewählt haben, weil sie die Ergebnisse der Demoskopen kannten.
Etwa folgende gerade zu schizophrene Aussage eines männlichen Befragten (WDR 5 Radio, Tagesgespräch): „Ich favorisiere eigentlich weitgehend den neoliberalen Kurs, habe aber aufgrund der Umfrageergebnisse die Linkspartei gewählt, um ein gewisses Gegengewicht zu erzeugen.“ Andere Menschen wählten verstärkt kleine Parteien, weil sich eine Große Koalition anbahnte.
Wäre die Wahl ganz anders ausgegangen, wenn die Wähler keine Umfrageergebnisse gekannt hätten?
Liebe Demoskopen, hier unser Plazeboalarm-Tipp exklusiv für Sie:
Fragen Sie doch mal Quantenphysiker um Rat, wie die dieses Dilemma lösen.
Komm, bei der nächsten Wahl verzichten wir einfach auf dieses ganze Demoskopie-Brimborium.
Der Hinweis, dass man ein zu beobachtendes Teilchen durch die Beobachtung verändert, und deshalb nie seine wahre Natur bestimmen kann, beschreibt doch irgendwie auch das Problem der Demoskopen vor der Wahl.
Wie viele Wähler haben ihre Entscheidung am 18. September wohl von den Ergebnissen der voran gegangenen Wahlumfragen abhängig gemacht? In Berichten in Funk und Fernsehen hörten wir in den letzten Tagen zumindest immer wieder von Wählern, die taktisch gewählt haben, weil sie die Ergebnisse der Demoskopen kannten.
Etwa folgende gerade zu schizophrene Aussage eines männlichen Befragten (WDR 5 Radio, Tagesgespräch): „Ich favorisiere eigentlich weitgehend den neoliberalen Kurs, habe aber aufgrund der Umfrageergebnisse die Linkspartei gewählt, um ein gewisses Gegengewicht zu erzeugen.“ Andere Menschen wählten verstärkt kleine Parteien, weil sich eine Große Koalition anbahnte.
Wäre die Wahl ganz anders ausgegangen, wenn die Wähler keine Umfrageergebnisse gekannt hätten?
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Komm, bei der nächsten Wahl verzichten wir einfach auf dieses ganze Demoskopie-Brimborium.
von marcus_ | 21. Sep 2005, 15:13 | Kommentieren | 0 Trackbacks
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